Monats-Archive: Juli 2022

Grillfest 02.07.2022

 

Nach 2 Jahren Pandemie konnten wir endlich wieder ein Sommerfest abhalten. Bei schönem Wetter und angenehmen Temperaturen konnten wir ab 18.00 Uhr eine Vielzahl von Gästen aus dem Dorf, aber auch aus der Umgebung begrüßen. Dennoch war auch heute wieder Corona allgegenwärtig. Von mehreren Haushalten war zu hören, dass dort Corona Einzug gehalten hat und daher unser Grillfest nicht besucht werden konnte. Dies galt auch für einige Kameraden, die sonst stets fleißig beim Auf- und Abbau und während der Veranstaltung an den Ständen geholfen haben.

Erstmals seit fast 30 Jahren fand im Vorfeld kein Ringreiten statt, da der damit zusammenhängende zeitliche Aufwand trotz externer Unterstützung leider nicht mehr leistbar ist. Dies gilt neben dem eigentlichen Ringreiten auch für den Auf- und Abbau. So begann unser Sommerfest in diesem Jahr nicht bereits um 13.00 Uhr mit dem Ringreiten, sondern erst um 18.00 Uhr.

Die aktuelle Situation der starken Preissteigerungen, insbesondere bei Lebensmitteln und Getränken, machte auch vor uns nicht halt. Dies führte dazu, dass auch wir unsere Preise anpassen mussten. Unsere Gäste zeigten jedoch volles Verständnis für diese Entscheidung, wofür wir uns da dieser Stelle bedanken möchten.

 

 

Jahreshauptversammlung 13.05.2022

 

Bereits 2019 sind wir von unserem üblichen Termin der Jahreshauptversammlung abgewichen. Während es 2019 den laufenden Umbauarbeiten in unserem Schulungsraum geschuldet war, hat uns diesmal Corona aus dem Takt gebracht.

Nachdem aus gleichem Grunde die JHV 2021 vollständig ausgefallen war, mussten wir die diesjährige Versammlung auf Grund des im Januar noch bestehenden Lockdowns in den Mai verschieben.

Neben unseren aktiven und passiven Mitgliedern besuchten uns auch Gäste aus benachbarten Wehren. Dennoch hielten wir den Rahmen auf Grund der noch bestehenden Corona-Situation begrenzter als sonst üblich. .

Nach den Berichten unterbrachen wir gegen 20.00 Uhr die Sitzung, um den bestellten Backschinken zu verkosten. Auch diesmal war er von hervorragender Qualität und wurde allseits gelobt.

Nach den Wahlen folgte eine Reihe von Beförderungen und Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften. Hervorzuheben sind dabei die Verleihung des Brandschutzehrenzeichens in Gold an den Kameraden und Bürgermeister Wilhelm Möllhoff für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft sowie die Ehrung von Rolf Niemann und Bernd Kreuzfeldt für 60 Jahre Mitgliedschaft. Beide hatten in ihrer aktiven Zeit u.a. das Amt des stellvertretenden Wehrführers bekleidet und sind heute Ehrenmitglieder unserer Wehr.

 

 

Verkehrsunfall 20.04.2022

Nachdem wir bereits am 25.02. unseren ersten Einsatz auf der B 205 nach der neuen AAO (Alarmierungs- und Ausrückeordnung) hinter uns gebracht hatten, mussten wir heute erneut auf die B 205 ausrücken. Um kurz nach 14.00 Uhr stieß an diesem Mittwoch Nachmittag im Bereich der Ölweiche ein Mazda aus Hamburg, besetzt mit einem älteren Ehepaar, aus ungeklärter Ursache mit einem polnischen Lkw frontal zusammen. Während der Lkw-Fahrer nur leicht verletzt, aber mit einem Schock recht glimpflich davon kam, mussten die Insassen des Pkw schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Die Wucht des Aufpralls ließ sich bereits daran erkennen, dass das Mazda-Emblem am Stoßfänger des Lkw einen Abdruck hinterließ.

Bis in den frühen Abend war die B 205 voll gesperrt, da die Unfallstelle vom hinzu gerufenen Gutachter detailliert besichtigt, abgemessen und fotografiert werden musste. Im Anschluss wurden die verunfallten Fahrzeuge abgeschleppt.

Auf Grund der mehrstündigen Sperrung der Straße erfolgte eine Umleitung über die K 114, der ehemaligen B 205, die durch Kleinkummerfeld und Willingrade führt. Diese war ebenfalls überlastet, weshalb eine Vielzahl von Fahrern von dieser offiziellen Umleitungsstrecke abwich und offenbar mit Hilfe ihres Navigationsgerätes vermeintliche Abkürzungen fuhren. So wurde der Latendorfer Weg in Richtung Kleinkummerfeld-Bahnhof trotz Gewichtsbegrenzung auf 7,5 Tonnen auch von schweren Lkw’s genutzt. In Kleinkummerfeld-Dorf staute sich der Verkehr auf der Mühlenstraße an der Einmündung zur Segeberger Chaussee. Andere versuchten daraufhin, über die K 102 über Latendorf und Heidmühlen bei Fehrenbötel oder Wahlstedt wieder auf die B 205 zu gelangen.

Eine weitere Problematik entwickelte sich am späten Nachmittag. Im Stau auf der B 205 stand u.a. ein Pferdetransporter. Die Tiere waren an diesem relativ warmen Tag seit mehreren Stunden ohne Wasser, da durch diese mehrstündige Straßensperrung die ursprüngliche Fahrtplanung nicht mehr eingehalten werden konnte. Per Notruf an die Leitstelle bat die Besitzerin um Hilfe. Da wir für die Sicherung des Brandschutzes abgestellt waren, konnten wir trotz unseres Wasservorrates nicht aushelfen. Daraufhin erfolgte ein so genannter „stiller Alarm“ an die FFw Willingrade. Ein stiller Alarm ergeht bei Einsätzen, bei denen nur wenige Helfer erforderlich sind und ohne die sonst übliche Eilbedürftigkeit, aber dennoch ohne Zögern, ausgeführt werden. Die Alarmierung erfolgt daher ohne Sirene, sondern telefonisch an den Wehrführer, der sich die erforderliche Anzahl von Helfern auf ähnlichem Wege organisiert. So konnten die Pferde aus dem 700 Liter fassenden Tank des TSF-W aus Willingrade mit Wasser versorgt werden. Bei dieser Gelegenheit wurde auch anderen Tiertransportern, die sich in einer ähnlichen Situation befanden, geholfen.

 

 

Verkehrsunfall 25.02.2022

 

 

Seit 01.01.2022 werden wir auch zu Einsätzen auf der B 205 gerufen, die bislang von der FFw Rickling und der Berufsfeuerwehr Neumünster abgearbeitet wurden. Heute um 21.45 Uhr hatten wir unseren ersten Einsatz in dieser neuen Alarmierungsordnung.

Als wir eintrafen, waren Polizei, Sanitäter und die Kameraden der Berufsfeuerwehr sowie der FFw Rickling bereits vor Ort. Wie sich später herausstellte, sind die übrigen Helfer ca. 10 Minuten vor uns alarmiert worden.

Nur wenige 100 Meter hinter der Abfahrt Gadeland in Richtung Bad Segeberg sind auf der rechten Straßenseite ein Lkw (aus Richtung Bad Segeberg kommend) sowie ein BMW X1 (aus Richtung Autobahn kommend) frontal zusammengestoßen. Beide beteiligten Fahrzeuge trugen polnische Kennzeichen. Nach Zeugenaussagen ist der BMW zunächst nach links auf die Gegenfahrspur geraten und ist kurz darauf wieder auf die rechte Spur zurückgesteuert. Gleichzeitig versuchte die Fahrerin des entgegenkommenden Lkw, dem BMW nach links auszuweichen, wodurch beide Fahrzeuge zusammenstießen.

Der Fahrer des BMW war schwer verletzt und eingeklemmt, aber ansprechbar. In solchen Situationen ist es wichtig, dass der Verletzte betreut wird. Dies erfolgt am besten, indem man mit ihm spricht. Leider war er der deutschen Sprache nicht mächtig. Englisch verstand er jedoch, weshalb wir mit unserem Kameraden Sean, einem gebürtigen Engländer, hier wertvolle Hilfe leisten konnten. Der Notarzt versorgte den Fahrer vor Ort, bis er mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Neumünster gebracht werden konnte. Die beiden Insassen des Lkw trugen keine Verletzungen davon.

Kurz darauf sind zuerst die Berufsfeuerwehr und anschließend die FFw Rickling abgerückt, so dass wir ab jetzt mit der Polizei allein auf die Abschlepper und den Gutachter warteten. Für den nicht mehr fahrbereiten Lkw rückte ein Abschlepper aus Dänemark, mit dem die Spedition offenbar vertraglich verbunden ist, an. Ebenso kam eine Sattelzugmaschine der gleichen Spedition, um den Kühlauflieger zu übernehmen.

Doch zuerst musste der Gutachter seine Arbeit machen. Mit einer Vielzahl von Fotos und Messungen dokumentierte er die Lage. Zum Schluss setzte er noch eine Drohne ein, um Luftbilder von der Unfallstelle anzufertigen. Voraussetzung hierfür ist eine gute Ausleuchtung des Umfeldes. Dabei stellte sich heraus, dass unsere bordeigenen Beleuchtungsmittel zwar für den Handeinsatz reichen, aber für eine Ausleuchtung eines größeren Abschnittes sind wir nicht ausgerüstet. Notdürftig konnten wir eine ausreichende Beleuchtung herstellen, indem die Polizei und wir bei unseren Fahrzeugen das Fernlicht einschalteten und die Wagen entsprechend positionierten.

Zum Schluss führten wir eine Grobreinigung der Straße durch, indem wir die größeren Wrackteile auf den Grünstreifen legten und mit Besen und Schaufel auch Scherben u.ä. entfernten. Für die Endreinigung ist der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr zuständig, der über entsprechendes Großgerät verfügt. Kurz vor 2.00 Uhr war der Einsatz für uns beendet.

 

 

 

Sturmeinsatz als „GröLa“, 18.02.2022 / 19.02.2022

 

 

Nachdem bereits am 17.02. das Sturmtief „Ylenia“ über Deutschland hinweggefegt war, kündigte sich fast nahtlos der nächste Sturm an. „Zeynep“ wurde mit Orkanböen von bis zu 140 km/h angekündigt.

Zum 2. Mal nach dem 09.02.2020 wurde vom Kreiswehrführer „GröLa“ (= „Größere Lage“) ausgelöst. Das „GröLa“-Konzept wurde für Lagen entwickelt, bei denen weite Landstriche betroffen sind, was z.B. bei Unwettern der Fall ist. Auf diese Weise soll die Leitstelle entlastet werden und der Funkverkehr in geordnete Bahnen verlaufen. Gleichzeitig werden die Feuerwehrhäuser mit einsatzbereiten Kameraden besetzt, so dass kurzfristig zum Einsatz gefahren werden kann.

Die Auslösung von „GröLa“ wurde für 22.00 Uhr angekündigt, da sich der Sturm, der bereits den ganzen Tag wehte, in der Nacht zu einem Orkan verstärken sollte. Bereits im Vorwege bereitete der Vorstand den Schulungsraum vor, indem für ausreichend Getränke (alkoholfrei!), Snacks und Knabbereien gesorgt wurde. 

Kurz vor 18.00 Uhr trafen sich die ersten Kameraden im Feuerwehrhaus, später rückten weitere hinzu. Erst gegen 1.00 Uhr gab es für uns den ersten Alarm. Eine große Tanne lag quer über der K 114 im Bereich der S-Kurve in Höhe des ehemaligen Waldhofs. Mit Motorsägen konnten wir den Baum schnell zerteilen und von der Straße entfernen. Weitere Bäume zeigten sich bereits in einer gefährlichen Schräglage. Es wäre jedoch unverantwortlich gewesen, nachts bei dieser Witterung vorbeugend im Wald die Säge anzusetzen.

Um 3.00 Uhr wurde „GröLa“ beendet. Nachdem der Schulungsraum wieder hergerichtet wurde, verließen wir das Feuerwehrhaus und fuhren nach Hause. Doch um 4.45 Uhr heulte wieder die Sirene. Ein Baum lag auf der Straße „Am Bahnhof“ in Richtung Gadeland zwischen der Brücke und dem Holtdamm. Auch hier konnte der Baum mit Hilfe von Motorsägen zerlegt werden, um die Gefahr für den Straßenverkehr abzuwenden.

Um 10.13 Uhr kam der nächste Alarm. Hier ging es wieder um einen Baum im Staatsforst in Richtung Neumünster. Es handelte sich um einen Baum, der auf die Straße zu fallen drohte. Dieser Baum war uns bereits in der Nacht aufgefallen. Jetzt am Tage war das Ausmaß zu erkennen. Mit Hilfe eines Schleppers und des Gemeindearbeiters konnte der Baum kontrolliert zu Fall gebracht werden und stellte somit keine Gefahr mehr dar.

Bei dieser Gelegenheit fuhren wir noch einmal zum Bahnhof an den Einsatzort, wo wir bereits am frühen Morgen waren. Auch hier waren noch potenzielle Gefährdungen zu erkennen, die wir zu beseitigen wussten.

Insgesamt sind wir hinsichtlich der Zahl der Alarmierungen recht glimpflich davon gekommen. Sinn und Zweck der Feuerwehr ist aber die Gefahrenabwehr, weshalb umgestürzte Bäume mitten im Wald für uns wenig relevant sind. Aber genau hier sind z.B. im Staatsforst heute Nacht große Waldlücken entstanden, nachdem die dortigen Baum in Folge des Sturms einfach umknickten. Der nasse Winter mit außerordentlich großen Niederschlagsmengen, insbesondere im Februar, sorgte für einen sehr aufgeweichten Boden. So fanden viele große Bäume kaum Halt und wurde mit samt des Wurzeltellers umgeweht.