Einsätze, die in Erinnerung blieben:

Obwohl die Freiwilligen Feuerwehr Kleinkummerfeld erst am 6.8.1927 in den damaligen Kreisfeuerwehrverband Bordesholm offiziell aufgenommen wurde, rückte sie bereits das erste Mal am 2.7.1927 um 17.00 Uhr zu einem Hausbrand im Husberger Moor aus. Die Spritze kam jedoch nicht zum Einsatz, die Kameraden halfen den anderen Wehren aus.

Während des 2. Weltkrieges wurde die Wehr zu 6 Einsätzen nach Bombenangriffen auf Kiel und zu 2 Einsätzen nach Neumünster geordert. Hier wurde jeweils die 1941 angeschaffte TS8 verwendet.

Zur Beseitigung der Schäden, die durch die Sturmflut vom 18.2.1962 in Hamburg, im gesamten Unterelberaum sowie in den Bereichen der Nebenflüsse entstanden, mussten zahllose Faschinen errichtet werden. Zu diesem Zweck hat die Feuerwehr Kleinkummerfeld an 2 Wochenenden im Segeberger Forst Holz geschlagen.

Zum Jahreswechsel 1965/1966 wurden wir zur Unterstützung beim Hochwasser der Trave und Wakenitz nach Lübeck gerufen. Über mehrere Tage hinweg wurden zahllose Keller leergepumpt. Jede beteiligte Wehr erhielt als Dank vom Lübecker Senat ein Bild, dass den Einsatz der zahllosen Feuerwehren aus ganz Südholstein symbolisiert.

Beim Löscheinsatz auf dem Hof Peter Höft in Gadeland am 26.2.1967 versagte die TS8 und konnte nicht eingesetzt werden. Eine Reparatur war nicht mehr möglich bzw. wirtschaftlich nicht sinnvoll, weshalb kurz darauf eine neue TS8 beschafft wurde, um die Einsatzfähigkeit wieder herzustellen.

In der Zeit vom 19.11.1972 bis 27.3.1973 trieb in unserer Gegend ein Feuerteufel sein Unwesen. Allein in Kleinkummerfeld brannte es 5 Mal (Peters, Joost, Hammerich, Mallü und Voß). Zusammen mit anderen Einsätzen in Nachbardörfern waren es insgesamt 12 Großfeuer. Die Angst im Dorf war so groß, dass sich kaum jemand traute, abends das Haus zu verlassen. Zusätzliche Streifengänge wurden eingerichtet. So plötzlich, wie diese Brandserie anfing, endete sie auch. Jedoch verbreitete der Täter neben der Angst auch Misstrauen innerhalb des Dorfes. Es gab viele Gerüchte und Verdächtigungen über die Identität des Täters, jedoch keinen Beweis. Bis heute ist es nicht gelungen, den Feuerteufel zu überführen und zu bestrafen. Vielleicht hat er inzwischen sein Geheimnis mit ins Grab genommen.

Am 8.2.1990 wurden wir zu einem Zimmerbrand ins ehemalige Bahnhofsgebäude in Kleinkummerfeld gerufen. Bis zu unserem Eintreffen hat sich der Zimmerbrand zu einem Vollbrand des gesamten Gebäudes ausgebreitet. In den Flammen starb ein 3-jähriges Kind. Ebenso verlor der dort ansässige „Eisenbahnfreunde Mittelholstein e.V.“ eine Vielzahl der Ausstellungsstücke.

Am 22.12.1996 brannte es im Psychiatrischen Krankenhaus in Rickling. Ein älteres Gebäude stand in Flammen. Durch die Holzbauweise des Gebäudes breiteten sich die Flammen in Windeseile aus, so dass augenblicklich ein Großbrand entstand. 9 Todesopfer waren zu beklagen.

Am Silvesterabend 1996 kam es am Bahnhof zu einem Schornsteinbrand. Die eintreffenden Kameraden konnten beobachten, wie der Eigentümer bereits auf dem Dach war, um den Schornstein mittels Wasser von innen zu löschen. In letzter Sekunde konnte dies noch verhindert werden. Die zur Hilfe gerufene Berufsfeuerwehr Neumünster rückte mit einer Drehleiter an. Zum Ende des Löscheinsatzes musste festgestellt werden, dass die Tragestempel des Drehleiterfahrzeugs auf Grund der winterlichen Temperaturen angefroren waren und sich nicht mehr einfahren ließen. Die Drehleiter musste somit über den Jahreswechsel in Kleinkummerfeld bleiben und wurde am Neujahrsmorgen mit technischem Gerät wieder einsatzbereit gemacht.

Im Jahr 2006 hatten wir ein „glückliches“ Händchen dafür, dass die Einsätze grundsätzlich zu äußerst ungewöhnlichen Zeitpunkten erfolgten:

Beim Marsch um Willingrade am 21.5. wurden wir alarmiert, um bei der Suche nach 3 Kühen, die in Gadeland ausgebrochen sind und zwischenzeitlich im Krähenholz die Kreisgrenze überschritten haben, zu helfen. Gemeinsam mit der Polizei bildeten wir eine Kette und durchkämmten den Wald, jedoch ohne Erfolg. Allerdings konnten wir anhand von Hinterlassenschaften beweisen, dass die Tiere zumindest im Wald gewesen sind. 2 Tage wurden die Kühe auf einer fremden Weide aufgefunden.

Auf dem Amtsfeuerwehrtag in Heidmühlen am 2.9. erhielten wir, nachdem wir gerade den Parcours hinter uns gebracht haben, per Lautsprecher von der Spielleitung die Meldung, dass für uns ein Alarm eingegangen ist: in Kleinkummerfeld-Bahnhof musste eine Ölspur abgestreut werden. Vor den Augen der gesamten Amtswehr, den geladenen Ehrengästen sowie der Bevölkerung sind wir unter einem einmaligen Showeffekt mit Blaulicht und Martinshorn vom Festplatz abgerückt.

Zu unserer Weihnachtsfeier am 2.12. hatten wir die Theatergruppe des TSV Gadeland engagiert. Da das Theaterstück in der Fahrzeughalle aufgeführt wurde, parkten wir unseren TLF 16 kurzzeitig vor der Halle. Kurz vor Ende des Stückes heulte die Sirene und alle aktiven Kameraden sprangen von den Bänken und liefen zum Fahrzeug, während die verdutzten Theaterspieler mit den Ehefrauen und Ehrenmitgliedern zurückblieben. Per Funk informierte uns die Leitstelle über den Brand eines Müllcontainers an der Segeberger Chaussee. In der Leitstelle war man etwas überrascht, dass wir nur wenige Sekunden nach Alarmauslösung bereits am Funk waren und im Hintergrund noch die Sirene heulte.

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