Einsatz / Übung

Wiedereinräumen des Feuerwehrhauses 18.04.2019

 

Am 20. Oktober letzten Jahres haben wir unser Zuhause ausgeräumt, da eine umfangreiche Sanierung des Gebäudes anstand. Jetzt, nach 6 Monaten sind die meisten Handwerker mit ihrer Arbeit fertig und es müssen nur noch einige Restarbeiten erledigt werden.

Wie bei jedem Umbau muss das Gebäude wieder eingerichtet werden. Dies ist immer eine gute Gelegenheit, sich von Dingen, deren letztmalige Nutzung bereits längere Zeit zurück liegt, zu trennen. Dennoch ist eine Vielzahl von Utensilien übrig geblieben, die wieder eingeräumt werden müssen. Hierbei ergibt sich eine weitere Gelegenheit: Ordnung schaffen. Da insbesondere die Küche jetzt deutlich mehr Schrankfläche bietet, steht einem durchdachten System nichts mehr im Wege. Weitere Abstellräume für Dinge, die für diverse Veranstaltungen benötigt werden, können jetzt statt bisher auf mehrere Stellen verteilt in einem einzigen Raum sortiert gelagert werden.

Mit Hilfe mehrerer Kameraden, auch aus der Verwaltungs- und Ehrenabteilung haben wir heute zumindest die Fahrzeughalle wieder ausgeräumt und die ersten Dinge am vorgesehenen Platz untergebracht. Wie so oft, ergaben sich bei der Umsetzung in den fertigen Räumen neue Ideen, die bei der theoretischen Planung anhand der Zeichnungen nicht aufgekommen sind. Wir werden ein oder zwei weitere Abende aufwenden, um künftig ein durchdachtes und optimal genutztes Zuhause unser Eigen nennen zu können. Aber dies sind nur 2 Abende, die durchaus sinnvoll investiert sind, wenn man bedenkt, dass wir dann die nächsten Jahre mehr Freude an der Nutzung des Hauses haben werden.

 




 

Übungsabend 04.12.2018

 

Ein bisschen Spaß gehört zu jedem Dienstabend dazu. Heute haben sich unsere Gruppenführer Heiko Weddern und Thomas Böhme eine ganz besondere Aufgabe für uns ausgedacht: Wir sollten nur mit Hilfe unseres Einsatzfahrzeugs und den sich darin befindlichen Gerätschaften einen zusammengeklappten Tisch der Festzeltgarnitur anheben, die Tischbeine auseinanderklappen und dann den Tisch wieder auf den Boden stellen. Hierzu durfte keine direkte Muskelkraft genutzt werden. Ebenso durfte der Tisch nicht angefasst werden und die auf dem Tisch stehenden, halbgefüllten Flaschen durften nicht umkippen.

Schnell waren wir uns einig, dass wir aus der Steckleiter ein Gerüst bauen und die einzelnen Leiterteile mit Leinen so miteinander verbinden, dass sie sich gegenseitig halten. Oben lag eine Querstange. Über diese wurden weitere Leinen geführt, deren Ende mit Schlaufen, die wir an den Tischenden befestigt hatten, verbunden waren. Das andere Ende der Leinen verbanden wir mit der vorderen Maulkupplung des Tankers, da zum Anheben keine direkte Muskelkraft erlaubt war. Oberstes Gebot war es, dass die Leinen auf beiden Seiten immer die gleiche Länge haben, damit der Tisch gleichmäßig angehoben wird, da ansonsten die Flaschen umfallen würden.

Nach dem Anheben und dem Ausklappen der Beine wurde der Tisch wieder behutsam abgestellt. Damit haben wir die Aufgabe so gelöst, wie es auch von den Erfindern vorgesehen war.

Auch, wenn solche Übungen auf dem ersten Blick nichts mit den originären Aufgaben einer Feuerwehr zu tun haben, so haben sie ihre Berechtigung. Denn sie fördern durch das gemeinsame Handeln den Teamgeist und lassen flexible Nutzungsmöglichkeiten des vorhandenen Gerätes erkennen. Ebenso ist es wichtig, dass es eine Führungsperson gibt, die „den Hut auf hat“ und deren Anweisungen von Rest des Teams verlässlich ausgeführt werden.

Der heutige Dienstabend war sehr abwechslungsreich und interessant gestaltet. Er hat uns allen viel Spaß gebracht.

 

 

 

 

Ausräumen des Feuerwehrhauses 20.10.2018

 

Bereits seit längerer Zeit wird in der Feuerwehr und in der Gemeindevertretung über die Zukunft unseres Feuerwehrhauses diskutiert. Das Gebäude, das bis in die 1980er Jahre als Dorfschule genutzt wurde, stammt aus dem Jahr 1926 und ist in jeder Hinsicht renovierungsbedürftig. Dabei wurde auch offen die Möglichkeit in Betracht gezogen, das Bestandsgebäude abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Auf Grund einer Kostenschätzung und der Zusage, bei einer Sanierung einen Zuschuss von € 100.000,– zu erhalten, stimmte die Gemeindevertretung dafür, das ortsbildprägende Gebäude zu erhalten und zu sanieren.

Bevor die Umbauarbeiten starten konnten, mussten wir zunächst unser Mobiliar, Geschirr und sonstiges Inventar in Sicherheit bringen. Hierzu trafen wir uns am Samstag, 20. Oktober um 10.00 Uhr mit mehreren Kameraden, um das Gebäude leerzuräumen. Der Großteil der Möbel konnte demontiert und in der Fahrzeughalle untergebracht werden. Kleineres Inventar wurde in die Schränke gelegt, so dass möglichst jeder Kubikzentimeter genutzt wurde. Anderes Inventar wie zum Beispiel Geschirr und Becher konnten wir auch bei einer Kameradin im privaten Keller einlagern.

Selbstverständlich gilt auch hier das Motto „Ohne Mampf, kein Kampf“. Bei einem leckeren Pizzabuffet aus Boostedt legten wir eine kleine Pause ein. Insbesondere die in Kleinkummerfeld aufgewachsenen Kameraden, die in diesen Räumen noch den früheren Schulbetrieb erleben durften, schwelgten in  Erinnerungen und wussten einige Geschichten und Anekdoten zu erzählen, die sich in diesen Räumen zugetragen haben.

 

 

 

 

Verkehrsunfall 20.09.2018

 

Um 12.23 Uhr erhielten wir von der Leitstelle die Alarmierung wegen eines Verkehrsunfalls. Dieser hat sich wieder auf der K 114 ereignet, diesmal jedoch in Richtung Willingrade. Ein Opel Corsa ist auf gerader Strecke etwa 700 m vor dem Ortseingang Willingrade frontal gegen einen Baum gefahren. Die per Hubschrauber eingeflogene Notärztin konnte nur noch den Tod des Fahrers, der allein im Auto saß, feststellen.

Um den Fahrer aus dem Wrack zu bergen, wurden zusätzliche Kräfte aus Rickling, die mit Schere und Spreizer ausgerüstet sind, alarmiert. Während wir die ausgelaufenen Betriebsstoffe des Fahrzeugs aufnahmen, wurden ein Unfallsachverständiger hinzugezogen sowie ein Abschleppdienst mit der  Abholung des Wracks beauftragt.

Damit solche Arbeiten für die eingesetzten Kräfte möglichst gefahrlos erfolgen können, ist eine Vollsperrung der Straße unausweichlich. Am heutigen Tage hatten wir jedoch eine besondere Situation: In den vergangenen Tagen wurden mehrfach Steine von der Brücke der Mühlenstraße auf Fahrzeuge, die die B 205 befuhren, geworfen. Glücklicherweise wurden keine Personen verletzt oder gar getötet, jedoch kam es zu Sachschäden. In diesem Zusammenhang arbeitete heute die Kripo im Bereich der Brücke, um mögliche Spuren zu sichern, die auf den oder die Täter hinweisen könnten. Daher war auch die B 205 vollgesperrt und der Verkehr würde dann im Normalfall über die K 114 umgeleitet werden. Da diese wegen des Verkehrsunfalls ebenfalls gesperrt war, musste der gesamte Verkehr der B 205 und der K 114 über die Feldstraße und den Flugplatz geleitet werden. Da insbesondere auf dem Flugplatz ein Begegnungsverkehr für Lkw’s kaum möglich ist, wurde eine provisorische Einbahnstraßenregelung eingerichtet. Danach wurden die Fahrzeuge in Richtung Rickling durch Feldstraße / Flugplatz und die Autos in Richtung Neumünster über Braak-Siedlung und Kleinkummerfeld-Bahnhof umgeleitet. Dennoch führte dies zu einem mehrstündigen Verkehrschaos in und um Kleinkummerfeld. Wir hatten aber Glück im Unglück. Die Müllabfuhr war an diesem Tage fällig, hatte ihre Arbeit zu diesem Zeitpunkt in der Feldstraße aber bereits beendet. 

 

 

 

 

Brandserie im Ricklinger Holz 2018

 

Eine regelrechte Brandserie hat es in unserer Gegend zuletzt in den Jahren 1972 / 1973 gegeben, als mehrere Bauernhöfe in Flammen aufgingen. Den Täter von damals konnte man bis heute nicht dingfest machen.

Den ersten Alarm dieser neuen Serie gab es am 24. Mai um 19.58 Uhr. Ein Haufen mit Holzhackschnitzeln brannte im Laakener Weg in unmittelbarer Nähe des Waldgebietes „Ricklinger Holz“. Bereits hier gab es Anzeichen, dass das Feuer mutwillig oder fahrlässig gelegt wurde. Dass es sich jedoch zu einer Brandserie, die uns die nächsten Wochen und Monate beschäftigen sollte, entwickeln würde, ahnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand.

Insgesamt gab es für uns 10 Alarme, die dieser Serie zugeordnet werden konnten. Hinzu kommen weitere Brände, die sich zwar auch im Ricklinger Holz ereigneten, jedoch auf Gönnebeker Gebiet lagen und wir daher nicht alarmiert wurden. Auffällig war, dass die meisten Brandorte stets in der Nähe von Waldwegen lagen, die man auch mit mehreren Löschfahrzeugen befahren konnte. Die Brandorte lagen alle in einem Umkreis von etwa 2 km zueinander. Ebenso auffällig waren die Zeiten. Während es in der Woche meist in den Abendstunden brannte, konnte dies am Wochenende auch zu anderen Zeiten der Fall sein.

Mit verschiedenen Wehren aus dem Amtsbereich, zum Teil auch mit Unterstützung aus Bornhöved, konnten alle Brände gelöscht werden. Sehr hilfreich war das Engagement eines Landwirtes, der mit einem Schlepper und 21.000 Liter Wasser im Güllewagen anrückte. Mit dem Ausleger konnte die Brandfläche bei einer besonderen Geruchsnote regelrecht geflutet werden und das Wasser auch in tiefere Bodenschichten eindringen. Genau hierin besteht die Gefahr bei Wald- und Moorbränden. Wenn das Feuer augenscheinlich gelöscht ist, kann es unterhalb der Grasnarbe noch weiter brennen und kurz darauf wieder auflodern. Daher wird in solchen Fällen die Erdoberfläche mit Schaufel und Forke auseinandergezogen, um auch die letzten Brandnester zu löschen.

Der vorerst letzte Alarm im Ricklinger Holz kam am 9. September um 16.05 Uhr. Ein weiteres Feuer in Willingrade gab es am 28. November. Hier brannte ein Knick im Kampweg, also außerhalb des Ricklinger Holzes. Jedoch ist auch hier auf Grund der nassen Witterung in den Tagen zuvor eine Selbstentzündung auszuschließen. 

Oftmals hat es recht lange gedauert, bis die Brände von Spaziergängern entdeckt wurden. Dies zeigte sich daran, dass zum Teil armdicke Äste regelrecht verkohlt waren. Bei dem außergewöhnlich trockenen und heißen Sommer in diesem Jahr hätte dies auch ganz anders ausgehen können. Ein Windstoß hätte genügt, um das Feuer anzufachen oder durch Funkenflug die Flammen von Baumkrone zu Baumkrone zu übertragen. Wir hatten in diesem Sommer ein unglaubliches Glück gehabt, dass keiner der Brände derart außer Kontrolle geriet, dass nicht noch Schlimmeres passiert ist.

 

 

 

 

 

Fehlalarm und Knickbrand Willingrade 24.07.2018

 
Unsere erste Alarmierung des heutigen Abends erfolgte um 17.08 Uhr. Ein Autofahrer meldete per Notruf einen Flächenbrand auf einem Feld an der K 114 zwischen Kleinkummerfeld und Willingrade. Als wir kurz darauf an der betreffenden Stelle eintrafen, war keine Rauchentwicklung zu entdecken. Vermutlich hat sich der Meldende von den Abgasen der Bewässerungstechnik täuschen lassen, die bei einem schnellen Blick durchaus mit dem Rauch eines Flächenbrandes verwechselt werden kann. Mit der Meldung „Abspannen“ informierten wir die Leitstelle sowie die anderen herbeigeeilten Wehren, dass keine weiteren Aktivitäten erforderlich sind.
Knapp 2,5 Stunden später, nämlich um 21.30 Uhr heulten die Sirenen erneut. Diesmal wurde ein brennender Knick in der Steinstraße in Willingrade gemeldet. Bis zu unserem Eintreffen hat sich das Feuer auf ca. 30 m ausgeweitet, wurde aber bereits durch die Kameraden der FFw Willingrade unter Kontrolle gebracht. Mit unserem Wasservorrat halfen wir, die noch verbliebenen Glutnester zu löschen. Nach etwas mehr als einer halben Stunde konnten wir wieder abrücken.
 
 

 
 
 

Flächenbrand Groß Kummerfeld 22.07.2018

 
Das außerordentlich trockene Wetter der letzten Monate sorgt landesweit für eine Vielzahl von Feuerwehreinsätzen. Auch wir werden davon nicht verschont. Um 17.41 Uhr erreichte uns die Meldung eines Flächenbrandes in Groß Kummerfeld in Richtung Husberg.
Unmittelbar an der Grenze zum Kreis Plön brannte eine Fläche von etwa 300 m². Das Getreidefeld wurde gerade von einem Landwirt aus Willingrade gedroschen, was vermutlich zu dem Brand geführt hat. Nach relativ kurzer Zeit war das Feuer gelöscht, so dass die ebenfalls alarmierten Wehren aus Willingrade und Boostedt mit der Meldung „Feuer aus“ wieder abrücken konnte.
Dieses Mal hatten wir das Glück, dass der Wind günstig stand. Das Feuer befand sich unmittelbar an der Grenze zwischen dem abgeernteten und noch nicht abgeernteten Teil des Feldes. Bei einer entgegengesetzten Windrichtung hätten die Flammen auf das noch stehende Getreide übergegriffen mit der Folge, dass sich der Brand wesentlich schneller ausgebreitet hätte. Man muss auch mal Glück haben.
 
 

 
 
 

Flächenbrand 17.07.2018

 
Der zweite Einsatz an diesem Tage war zum Glück weniger dramatisch. Auf Grund der seit Monaten andauernden Hitze und Trockenheit besteht eine hohe Gefahr von Wald- und Flächenbränden. Ursache kann neben fahrlässiges Verhalten wie das Wegwerfen von Zigarettenkippen z.B. auch der Einsatz von Mähdreschern auf einem Getreidefeld sein.
Unsere Alarmmeldung lautete „Flächenbrand in Willingrade in der Größe von 20 – 30 m²“. Ein solches Feuer kann sich bei der aktuellen Wetterlage mit Trockenheit und Wind schnell ausbreiten. Jedenfalls stand bei unserem Eintreffen am Einsatzort bereits eine Fläche von 2 – 3 Fußballfeldern in Flammen. Mit Hilfe der Kameraden aus Willingrade, Groß Kummerfeld und Rickling sowie einem Landwirt, der mit seinem Güllewagen eine großflächige Verteilung des Löschwassers vornehmen konnte, wurde das Feuer in relativ kurzer Zeit gelöscht.

 
 
 
 
 

Verkehrsunfall 17.07.2018

 

 
Die Alarmierung erfolgte am frühen Morgen um 3.27 Uhr. Bereits die Kurzinfo auf unseren Handys verhieß nichts Gutes: Ein Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person im Wald auf der K 114 (ehemalige B 205) in Richtung Neumünster. Das Auto ist in 2 Stücke zerrissen.
Als wir kurz darauf an der Unglücksstelle eintrafen, erwarteten uns bereits Polizeikräfte und Sanitäter nebst Notärztin. Die Notärztin konnte nur noch den Tod des 19-jährigen Fahrers feststellen.
Der Fahrer ist aus Neumünster kommend mit seinem Audi A3 in der S-Kurve nach links von der Straße abgekommen und zunächst gegen einen Baum geprallt. Dabei wurde der Motorblock vom Fahrzeug abgerissen und flog in den Wald. Das zerstörte Fahrzeug schleuderte über 30 Meter auf die andere Straßenseite, wo er schließlich im Seitengraben zum Stehen kam.
Die FFw Rickling rückten mit ihrem HLF (= Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) an, um mit Schere und Spreizer den Fahrer zu bergen. Parallel waren die Kameraden aus Boostedt beauftragt, einen durch den Unfall abgebrochenen Baum zu zerteilen und zu beseitigen. Unsere Aufgabe bestand neben der Absicherung der Unfallstelle in der Bereitstellung des Brandschutzes. Ein hinzugezogener Sachverständiger nahm seine Arbeit auf und anschließend wurde das Fahrzeugwrack auf 2 Abschleppfahrzeugen abtransportiert. Daraufhin konnten wir mit Ölbindemittel die ausgelaufenen Schmierstoffe aufnehmen, die sich über die gesamte Straßenfläche verbreitet hatten. Ganz zum Schluss wurde noch der Wegezweckverband des Kreises Segeberg eingebunden, um das Ölbindemittel wieder aufzunehmen.
Die Summe aller Arbeiten bei derart schweren Unfällen benötigt viel Zeit, so dass wir erst gegen 7.40 Uhr den Unfallort verlassen konnten.
Solche Einsätze sind auch für Feuerwehrleute bedrückend und belastend, wenn man bedenkt, dass ein junger Mensch von 19 Jahren hier sein Leben ließ. Für solche Zwecke wurde eine Feuerwehrseelsorge eingerichtet, die mit speziell geschulten Personen, den so genannten PSU-Teams, bei Bedarf kontaktiert werden können.

 

 
 
 

Übungsabend 08.05.2018

 
Am heutigen Dienstabend stand der Aufbau eines Löschangriffs mit Wasserversorgung aus einer offenen Wasserstelle auf dem Programm. Eine offene Wasserstelle bedeutet feuerwehrtechnisch, dass das Wasser nicht aus einem Bohrbrunnen oder Hydranten, sondern aus einem See oder Fluss gefördert wird. Während wir sonst in der Regel den Baggersee nutzen, haben wir uns diesmal die Stör ausgesucht. Hierzu fuhren wir an eine Brücke über die Stör, die 2 Wiesen miteinander verbindet und hauptsächlich nur von landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt wird. Einige Kameraden, die auch schon viele Jahre in Kleinkummerfeld leben, mussten zugeben, dass sie noch nie an dieser Stelle des Dorfes waren und diese Perspektive auf das Dorf völlig unbekannt war.
Um alles möglichst realistisch zu machen, wurde der Angriffstrupp mit Atemschutz ausgerüstet. Anschließend wurde der Saugkorb mit dem A-Rohr (das ist die Verbindung von der Wasserquelle zur Pumpe) verbunden, um das Aufsaugen von Steinen vom Grund der Stör in die Pumpe zu verhindern. Über das Brückengeländer wurde das A-Rohr in die Stör gelassen. Mit 2 Rohren wurde dann ein fiktiver Pkw-Brand gelöscht.
Nach dem Ende der Übung leisteten wir noch kurz Nachbarschaftshilfe auf Hof Isemohr, wo demnächst wieder die Kuhstallkonzerte beginnen. Der Konzertflügel musste auf die Bühne gehoben werden. Da wir auf den Übungsabenden genug Leute sind, war es kein Problem, das schwere Instrument an seinen Bestimmungsort zu schaffen.
Im Anschluss säuberten wir noch kurz die Fahrzeughalle und auch unser Tanker hatte eine Wäsche verdient. Bei einem Getränk ließen wir diesen herrlich warmen Frühlingsabend vor dem Feuerwehrhaus ausklingen.